„Made in Bangladesh“: Kinostart am 20.05.2021

Am 20.05.2021 startet EZEF den Spielfilm „Made in Bangladesh“ von Roubaiyat Hossain (Frankreich, Bangladesch, Dänemark, Portugal 2019, 95 Min.) im Kino.

Die 23-jährige Shimu arbeitet in einer Textilfabrik in Dhaka, der Hauptstadt Bangladeschs. Nachdem bei einem Feuer eine Kollegin ums Leben gekommen ist, ist sie bereit, sich mit der Aktivistin Nasima Apa zu treffen und in ihrer Fabrik die Gründung einer Gewerkschaft in Angriff zu nehmen. Trotz der Drohungen der Fabrikleitung und gegen den wachsenden Druck ihres Ehemannes ist sie bereit, den Kampf um ihre Rechte aufzunehmen. Roubaiyat Hossain, eine der wenigen Filmemacherinnen aus Bangladesch, hat sich lange und auch in ihren vorhergehenden Filmen, mit der Situation von Frauen auseinandergesetzt. Während ihrer Recherchen zur Lage von Fabrikarbeiterinnen in der Textilindustrie, die 80% zu den Exporterlösen des Landes beiträgt, lernte sie die Textilarbeiterin und Gewerkschaftspräsidentin Daliya Sikder kennen. Beeindruckt von ihrem mutigen Kampf baute Rubaiyat Hossain die Handlung ihres Spielfilms auf Daliyas Erlebnissen auf.

„Made in Bangladesh“ ist nicht nur die spannungsreiche Geschichte einer mutigen jungen Frau, er führt, filmisch verdichtet, auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen von den mehr als drei Millionen Frauen in Bangladesch vor Augen, die in der Textil- und Modeindustrie arbeiten. Nicht zuletzt durch die aktuelle Diskussion über ein Lieferkettengesetz ist die Verknüpfungen zu westlichem Konsumverhalten in die Diskussion gerückt.

Der Filmstart findet in Kooperation mit Brot für die Welt, der Kampagne für Saubere Kleidung, Future Fashion und deab (Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg) statt.

„Made in Bangladesh“ wurde als Film des Monats der Evangelischen Filmarbeit 05/2021 ausgezeichnet.