Ein Film über die Hoffnung, welche die Grenzen der Religion überwindet
Mar Musa - Das Kloster in der Wüste

Mar Musa al-Habashi ist ein christliches Kloster am Abhang eines Gebirges in Syrien. Es liegt an einem Berg in der Wüste wie ein Bild und wurde das erste Mal im 6. Jahrhundert erwähnt.

Nachdem es lange leer stand, kam in den 1980er Jahren der Jesuitenpater Paolo dell’Oglio aus Italien hierher und baute es wieder auf, unterstützt von dem syrisch-katholischen Priester Yacoub Mourad und einigen Freiwilligen.

Aber die Gemeinschaft im Klausur Mar Musa wuchs, immer häufiger kamen auch Europäer*innen. 1991 wurde die Versammlung der Menschen zu einer anerkannten Klostergemeinschaft unter der Schirmherrschaft der syrisch-katholischen Kirche.

Das Engagement des Klosters galt der ökumenischen Begegnung, zwischen katholischen und orthodoxen Christ*innen, aber auch zwischen dem Christentum und dem Islam. Pater Paolo stand dabei im Mittelpunkt und wurde allgemein anerkannt und geschätzt. Sein Einsatz für die Überwindung von Grenzen endete jedoch 2013, als er entführt und bis heute nie wieder gesehen wurde. Die Menschen, die heute im Kloster leben, beschäftigen sich mit seiner Geschichte und seinem Erbe. 

Dieser Film zeigt sie in ihren Gesprächen, in ihrem Alltag, in ihrem Zugehen auf Vertreter*innen anderer Religionen und entwickelt dabei eine ruhige Stärke. Unter den Bildern, die die Schönheit der Wüste zeigen und eine fast schon meditative Atmosphäre erzeugen, spürt man immer wieder die Spannung zwischen den Bewohner*innen des Klosters und den verschiedenen politischen Ansichten. Gleichzeitig endet nach Jahren der Bürgerkrieg und schenkt Hoffnung auf die Zukunft.

Kurzinfos

2024
Länge
97 Minuten
Sprachfassung
OmU
nicht bestellbar (Archiv)
Nein

Was Sie wissen sollten